In der Immunonkologie bezeichnet der Begriff zytotoxisch vor allem die Fähigkeit bestimmter Immunzellen, Tumorzellen zu erkennen und zu zerstören. Dazu gehören insbesondere zytotoxische T-Zellen (CD8⁺-T-Zellen) und natürliche Killerzellen (NK-Zellen). Sie können geschädigte oder entartete Körperzellen erkennen und Mechanismen auslösen, die zum Absterben dieser Zellen führen. Zytotoxische Mechanismen spielen eine zentrale Rolle bei der körpereigenen Tumorabwehr und sind ein wichtiges Ziel moderner Immuntherapien. Der Begriff wird jedoch auch für bestimmte Medikamente verwendet, beispielsweise klassische Chemotherapeutika. Diese wirken ebenfalls zytotoxisch, greifen jedoch häufig sowohl Tumorzellen als auch gesunde, sich schnell teilende Zellen an. Einige Immuntherapien zielen darauf ab, die zytotoxische Aktivität von Immunzellen gegen Tumorzellen zu fördern.
National Library of Medicine: Luri-Rey C et al. Cytotoxicity as a Form of Immunogenic Cell Death Leading to Efficient Tumor Antigen Cross-Priming. (2024) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37822051/National Library of Medicine: Karmakar S, Mishra A, Pal P et al. Effector and Cytolytic Function of Natural Killer Cells in Anticancer Immunity. (2024)https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37818891/