Glossar der Immunonkologie

Zelluläre Immuntherapie

Im Gegensatz zu Medikamenten, die direkt auf Tumorzellen wirken, nutzt die zelluläre Immuntherapie lebende Zellen des Immunsystems als therapeutisches Werkzeug. Meist stammen sie von der Patientin oder dem Patienten selbst. Nach ihrer Gewinnung werden sie im Labor aktiviert, vermehrt oder weiterverarbeitet, bevor sie wieder in den Körper zurückgegeben werden. Dort sollen sie Tumorzellen erkennen, andere Immunzellen aktivieren oder die körpereigene Abwehr unterstützen.Je nach Therapie kommen unterschiedliche Zelltypen zum Einsatz, darunter T-Zellen, dendritische Zellen oder natürliche Killerzellen (NK-Zellen). Obwohl sich ihre Aufgaben unterscheiden, verfolgen alle Verfahren dasselbe Ziel: die natürliche Fähigkeit des Immunsystems zu nutzen oder zu verbessern, Krebs wirksam zu bekämpfen. Zelluläre Immuntherapien bilden daher einen wichtigen Bereich der modernen Immunonkologie und umfassen unterschiedliche, zum Teil individualisierte Behandlungsansätze. Am IOZK werden patienteneigene dendritische Zellen zu einer individuellen Tumorvakzine aufbereitet. Sie sollen dem Immunsystem Merkmale des jeweiligen Tumors präsentieren und eine tumorspezifische T-Zell-Antwort fördern. Dieses Verfahren ist Bestandteil eines personalisierten immunonkologischen Therapiekonzepts.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): Immuntherapie gegen Krebs. https://www.krebsinformationsdienst.de/immuntherapieNational Library of Medicine: Cell-based cancer immunotherapy: milestones, mechanistic insights, and emerging therapeutic directions. (2026) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42144448/National Library of Medicine: Maeng HM, Olkhanud PB, Black M et al. Dendritic Cell Cancer Vaccines: A Focused Review. (2025) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40266516/