Glossar der Immunonkologie

T-Lymphozyten (T-Zellen)

T-Lymphozyten, kurz T-Zellen, gehören zu den wichtigsten Zellen des erworbenen Immunsystems. Sie reifen im Thymus heran und werden aktiviert, wenn ihnen dendritische Zellen Antigene krankhaft veränderter oder körperfremder Zellen über das HLA-System präsentieren. Daraufhin vermehren sie sich und entwickeln eine spezifische Immunantwort. T-Helferzellen koordinieren das Zusammenspiel verschiedener Immunzellen, während zytotoxische T-Zellen infizierte oder entartete Körperzellen direkt zerstören können. Ein Teil der aktivierten T-Zellen bleibt als Gedächtniszellen erhalten und sorgt dafür, dass das Immunsystem bei einem erneuten Kontakt mit demselben Antigen schneller und wirksamer reagieren kann. In der Immunonkologie spielen T-Zellen eine zentrale Rolle, da sie Tumorzellen erkennen und beseitigen können. Viele Tumoren entwickeln jedoch Escape-Mechanismen, die die Aktivität von T-Zellen hemmen oder verhindern, dass sie Tumorzellen wirksam erkennen und angreifen können. Moderne Immuntherapien setzen deshalb an unterschiedlichen Stellen an, um die Aktivität von T-Zellen zu stärken oder hemmende Signale aufzuheben und dadurch die körpereigene Tumorabwehr zu unterstützen.

Leibniz-Magazin: Die Macht der T-Zellen.https://www.leibniz-magazin.de/alle-artikel/magazindetail/newsdetails/die-macht-der-t-zellenNational Cancer Institute (NCI): T Cells and Cancer https://www.cancer.gov/about-cancer/understanding/what-is-cancerIOZK Stiftung, Publikation Dr. Stücker: Die Rolle des Immunsystems bei Krebs (PDF)