Glossar der Immunonkologie

Autolog

Der Begriff autolog bedeutet, dass die verwendeten Zellen oder Gewebe aus dem Körper des Patienten stammen. Im Gegensatz zu allogenen Verfahren entfallen immunologische Abstoßungsreaktionen aufgrund fremder Gewebemerkmale weitgehend. In der Immunonkologie ermöglicht der Einsatz patienteneigener Zellen eine individualisierte Behandlung. So werden beispielsweise aus einer Blutprobe des Patienten körpereigene Monozyten gewonnen und im Labor zu dendritischen Zellen entwickelt. Diese werden anschließend mit Tumorantigenen aus dem Tumorgewebe des Patienten beladen und dem Patienten als individualisierter Impfstoff wieder verabreicht. Ziel ist es, das körpereigene Immunsystem gegen den eigenen Tumor zu aktivieren und eine möglichst spezifische T-Zell-Antwort auszulösen. Das autologe Prinzip bildet eine wichtige Grundlage der am IOZK eingesetzten Immuntherapie.

National Cancer Institute (NCI): Definition of autologous tumor cell vaccine.https://www.cancer.gov/publications/dictionaries/cancer-drug/def/autologous-tumor-cell-vaccine The Landmark Series: Cancer Vaccines for Solid Tumors. Annals of Surgical Oncology. (2024) https://link.springer.com/article/10.1245/s10434-024-16712-9 Podcast der IOZK Stiftung: Immuntherapie am IOZK